Schneekuh.ch - Schwabenrunde 13.-15.11.2010  

Schwabenrunde 13.-15.11.2010

Es war soweit: 2 Tage frei am Stück!!!
Bei mildem Sonnenschein wurde mein Waldschrat gesattelt und dann ging es los in Richtung Röfingen. Über kleine und mittlerere Wege ging es nach Konstanz auf die Fähre. Dann war es eine der guten alten Bundesstrassen, die mich langsam aber sicher nach Ulm brachte - ein Louisgutschein wollte eingelöst werden.
Den Kohldampf hab ich dann im Nachtquartier, dem Gasthof Sonne in Röfingen, vertrieben.

Für schweizer Verhältnisse ist der Preis von 30 Euro für ein Einzelzimmer mit Frühstück ein Schnäppchen, aber selbst für deutsches Denken ist das, glaub ich, ok, oder? Zumindest das gebotene passte für mich. INklusive Garagenangebot für das Gespann! Wobei: Es steht tagtäglich draussen, dann kommts ja nun auch nicht drauf an ;)

Sonntag. Sonne am Morgen! Töffzeit.
Auch heute wieder ging es mir weniger ums Ankommen als ums Fahren. Kleine Strassen, ganz kleine Strassen, Feldwege, manchmal auch ohne Weg....

 

So hab ich einige Eindrücke zwischen Donauwörth und Gunzenhausen sammeln dürfen: Altmühltal!
Mühlheim, Solnhofen, Pappenheim, Treuchtlingen, Heidenheim, Hechlingen, Hahnenkammsee - und dann eben der feine Russenstammtisch in Oettingen!!

Der Weg zurück in die Schweiz sollte mich in eine andere Ecke führen. Immer am Regen vorbei liess ich mich von meinem Navi auf schnellem Weg nach Sigmaringen führen. Von Autobahn bis Feldweg war alles dabei - schön war das alles nicht. Eben zielorientiertes Reisen ;)

Aber dann: Ich liebe das obere Donautal zutiefst. Habe oft die rassigen Kurven rund um Beuron genossen. Heute nahm ich die Strecke zwar langsamer, aber nicht etwa langweiliger! Diverse Zweiradpartien wurden erlebt - anfangs mit schreckgeweiteten, später mit blitzenden Augen! Die Landschaft ist halt bei jedem Wetter und mit jedem Fortbewegungsmittel ein absoluter Traum. Und die unvermeidlichen Lastwagen - die wurden einfach geschnupft und weg waren sie!

Speziell die Bergstrecke von Beuron Richtung Fridingen hat es auf drei russischen Rädern absolut in sich. Selbstverständlich habe ich die paar Waldwege links und rechts voller ökologischer Empörung befahren und habe es KEIN BISSCHEN genossen  :thumbsup:
Tja, und dann die berüchtigte Donauversickerung. Wo ich auf eine seichte Furt hoffte, war leider viel, viel Wasser.

ALso blieb es beim Pausenstop und dann ging es auf die Schlussetappe nach Brüttisellen.
Wow, das war ein straff geplantes Wochenende mit hohem Spass- und Genussfaktor!
Leider hat mein Gespann offensichtlich einen Defekt: Pro 100 km Strecke verliere ich rund 8,5 Liter Sprit. Da muss ein Loch im Tank sein  :D  :D
Jawohl, das war alles, was es zu beklagen gibt.
Gesamtfahrleistung meines Waldschrats: 2500 km in 5 Wochen - es ist nicht verpflichtend, verrückt zu sein. Aber beim Gespannfahren hilft es offenbar ungemein ;)